Weiblicher Selbstwert: „Bin ich gut genug?“ Warum uns diese Frage verfolgt

Diese Frage begleitet viele Frauen – ob als Mutter, Partnerin oder im Beruf. Irgendetwas scheint immer zu fehlen, um sich wirklich wertvoll zu fühlen.

Doch woran liegt das? Warum fällt es uns so schwer, unseren eigenen Wert anzuerkennen? Und vor allem: Wie können wir das ändern?

In diesem Artikel schauen wir uns an, warum der weibliche Selbstwert oft ins Wanken gerät – und wie du ihn nachhaltig stärken kannst. Am Ende findest du fünf konkrete Tipps, die dich dabei unterstützen.

Aber zuerst stelle ich dir Katrin vor – eine Frau, die gelernt hat, ihren Selbstwert unabhängig von äußeren Maßstäben zu leben. Weil glaub mir, es geht auch anders!

Katrin, sie war das schwarze Schaf der Familie.

Heute, man glaubt es kaum: Sie mag sich, samt ihren Ecken und Kanten. Früher war das anders – vielleicht kennst du’s – Katrin litt unter ihrem Perfektionismus.

„Was habe ich mich früher selbst gegeißelt!“, denkt sie und schmunzelt über die frühere Version ihrer selbst.

Was hat sich in Katrins Leben verändert? 

Katrin hat verstanden: Frauen sind zyklisch, nicht launisch. Mittlerweile kennt sie sich und ihren Körper gut. Sie weiß Bescheid: Ihre Empfindungen und Bedürfnisse verändert sich im Laufe ihres Menstruations-Zyklus und dem gibt sie Raum.

Sie zwingt sich nicht mehr dazu, immer gleich zu funktionieren.

Katrin ist froh, dass sie erkannt hat, dass ihre überzogenen Ansprüche an sich Strategien waren, um ihr niedriges Selbstvertrauen nicht spüren zu müssen.

Sie hat den Mut gefunden, ihren eigenen Weg zu gehen, hat familiären sowie gesellschaftlichen Prägungen hinterfragt und ihre Verletzungen geheilt.

Heute vertraut sie ihrem Instinkt und hört auf die leise Stimme der Intuition. Nie hätte sie gedacht, dass es ihr so leicht fallen würde, klare Grenzen zu setzen.

Ja, so lässt sich’s leben – auch als das schwarze Schaf.

Bild: Weiblicher Selbstwert - ein Kompass für unseren Erfolg

Weiblicher Selbstwert ist ein Kompass für unseren Erfolg.

Katrins Weg zeigt, wie eng unser Selbstwert mit dem Gefühl von Erfolg verknüpft ist. Ihr Vertrauen in sich selbst hat sie nicht nur zu mehr Klarheit und Zufriedenheit geführt, sondern auch zu einem stärkeren Gefühl der Selbstbestimmung.

Weiblicher Selbstwert ist wie ein innerer Kompass, der unsere Gedanken, Gefühle und Entscheidungen lenkt. Er arbeitet unbewusst, bestimmt aber maßgeblich, wie wir handeln und welche Ziele wir erreichen. Mit unserem Selbstvertrauen steht und fällt unser Erfolg.

Was ist für dich Erfolg? Vielleicht ist es nicht nur der materielle Gewinn, sondern auch das Gefühl, im Einklang mit deinem inneren Kompass zu leben.

Gehören Selbstzweifel zu einem gesunden weiblichen Selbstwert dazu?

Klar – im Zuge von Reflexion ist es absolut normal, gelegentlich an sich zu zweifeln. Wir können sie als Anstoß nehmen, uns zu hinterfragen und zu wachsen. Sie als Motivation zu nutzen, um den nächsten Schritt zu wagen oder neue Perspektiven zu gewinnen, ist der konstruktive Umgang mit Selbstzweifeln.

Begegnen sie uns aber ständig, führen sie nur zu oft in ein dunkles Loch. Spätestens wenn wir das Vertrauen in unsere Selbstwirksamkeit verlieren, sollten wir etwas unternehmen.

Es gilt zu verhindern, dass sich die Abwärtsspirale weiter nach unten schraubt. Sonst verlieren wir das Gefühl von Lebendigkeit – und das Erreichen unserer Ziele rückt in weite Ferne. Wenn du an diesem Punkt stehst, wird es höchste Zeit, den Kurs zu ändern.

Stell dir mal diese Fragen:

  • Für wen glaube ich, nicht gut genug zu sein?
  • Welche inneren Stimmen erzählen mir ständig, dass ich nicht genug bin?
  • Was steckt wirklich hinter diesen Zweifeln?

Hi, ich bin Martina!

Als psychologische Beraterin habe ich mich vor vielen Jahren auf den Weg gemacht, Frauen zu stärken. Warum? Weil es für mich der Wendepunkt war – ohne die Verbindung zu meiner weiblichen Kraft wäre ich im Burnout gelandet!

Dieser Wendepunkt war der Moment, in dem ich verstand: Für Frauen liegt der Schlüssel zu einem erfüllten, kraftvollen Leben liegt im weiblichen Selbstwert.

Las mich dich an dieser Stelle fragen: Wie schätzt denn du deinen weiblichen Selbstwert ein?

Auf einer Skala von 1-10 wie viel Punkte gibst du deinem Selbstwert (10=bester Wert)?

Schreib spontan eine Zahl auf. Bist du zufrieden? Fantastisch!

Wenn du aber

  • genug hast von mangelnder Wertschätzung
  • Überforderung und Unterforderung,
  • oder Lust auf mehr hast: mehr Selbstwert, mehr Klarheit, mehr Erfolg und
  • Lust auf ein DeepDive in deine weibliche Kraft hast, dann …

…  buche ein kostenloses Orientierungs-Coaching. The time to change is now.

Im nächste Teil gehen wir tief. Wir gehen der Frage nach, warum es nötig ist, den weiblichen Selbstwert unter ganz eigenem Licht zu betrachten.

Der weibliche Selbstwert: Basis und Besonderheiten

Selbstwert entsteht durch Zugehörigkeit. Als soziale Wesen, von klein auf abhängig von der Gruppe. Als Babys sind wir auf ihre Liebe und Verbundenheit, ihren Schutz und ihre Nahrung angewiesen.

Erst das sichert unser Überleben!

Ein gesundes Selbstvertrauen wächst nur in einem sicheren, liebevollen, zugewandten Umfeld – am besten im Kern-Rudel. Doch beim weiblichen Selbstwert spielt noch mehr eine Rolle.

Die Besonderheit des weiblichen Selbstwertes

Weiblicher Selbstwert wurde über Jahrtausende durch das patriarchale System verzerrt. Seit etwa 6000 Jahren ist das Patriarchat die vorherrschende gesellschaftliche Struktur. Kein Wunder, dass die Abwertung des Weiblichen tief in uns sitzt. Diese kollektive Erinnerung lebt weiter – auch in uns.

C.G. Jung spricht vom „kollektiven Unbewussten“. Darin sind alle Erfahrungen der Menschheit gespeichert. Die Traumata vergangener Generationen, insbesondere der Frauen, wirken noch immer. Wir sind durch dieses Unbewusste mit den Erfahrungen unserer Vorfahren verbunden.

Abwertung in der Sprache und Kultur

Unsere Sprache spiegelt diese Prägung. Worte wie „herr-lich“ oder „däm-lich“ verdeutlichen die Bedeutung von Macht und Wertigkeit. Frauen und ihre Sexualität werden anders bewertet als die der Männer.

Während Frauen, die mehrere Partner haben, als „Huren“ gelten, wird ein Mann mit demselben Verhalten als „Casanova“ gefeiert.

Und dann sind da noch Begriffe wie „Scham-Lippen“. Eine Körperregion, die das Leben schenkt, wird mit Scham in Verbindung gebracht. Was für eine absurde Entwertung!

Das Zellgedächtnis und die Weitergabe von Traumata

Die Erfahrungen und Traumata von Frauen sind im Zellgedächtnis gespeichert. Unsere Körper erinnern sich an vergangene Schmerzerfahrungen. Diese Prägungen überleben in unserem System und prägen uns weiter. Wir tragen das Erbe vergangener Generationen in uns.

Das größte Teil dieser Erinnerungen bleibt im Unbewussten. Es beeinflusst unser Denken, Fühlen und Handeln. Was uns bewusst ist, ist nur ein kleiner Teil. Der Rest wird in einem tief verborgenen Speicher verwahrt. Unser Unterbewusstsein wirkt wie eine verborgene Steuerung, die unsere Entscheidungen lenkt.

Das kollektive Unbewusste und der weibliche Selbstwert

Das kollektive Unbewusste nach C.G. Jung enthält nicht nur unsere persönlichen, sondern auch die kollektiven Erfahrungen. So tragen wir die Traumata, aber auch die Weisheit unserer Vorfahren in uns. Der weibliche Selbstwert ist daher nicht nur individuell, sondern auch kollektiver Natur.

Die Weitergabe dieser Prägungen geschieht über den Körper. Und der Körper überträgt sie an die nächste Generation. Diese kollektiven Erfahrungen wirken oft unsichtbar, aber stark in unserem Leben.

Die Chance zur Heilung

Trotz dieser tief verwurzelten Prägungen liegt die Chance zur Heilung in uns. Indem wir uns bewusst mit unserem Selbstwert auseinandersetzen und alte Traumata erkennen, können wir diese Muster durchbrechen. Der Weg zu einem gesunden, weiblichen Selbstwert ist auch ein Weg der Rückeroberung – von uns selbst, von unserer Weiblichkeit und unserer Kraft.

Weiblicher Selbstwert I alles leben wird aus dem weiblichen Schoß geboren

Eigentlich gäbe es keinen Grund für einen geringer weiblicher Selbstwert.

Eigentlich gäbe es keinen Grund für einen geringen weiblichen Selbstwert.

Ja, eigentlich.

Wo doch alles Leben aus dem weiblichen Schoß geboren wird – das sollte DER Grund sein, das Weibliche zu wertschätzen.

Ja, eigentlich.

Es ist doch so naheliegend, dass Frauen sich allein aus diesem Grund auf eine selbstverständliche Weise wertschätzen.

Ja, eigentlich.

Und dann gibt es den weiblichen Körper – den Ort, an dem das Wunder des Lebens entsteht.

Trotzdem wird dem Weiblichen seit Jahrtausenden Gewalt zugefügt. Frauen wurden abgewertet, diffamiert, gedemütigt, eingesperrt, beschnitten, missbraucht …

Und heute? Künstliche Gebärmütter sind keine Zukunftsmusik mehr. Wenn das kein Hohn ist!

Das Tragische: Die Abwertung des Weiblichen ist so normal.

Um den kollektiven weiblichen Selbstwert zu heilen, müssen wir hinsehen!

Das kann schmerzvoll sein. Vielleicht triggert es dich sogar. Das ist okay. Aber bitte, drücke es nicht weg.

Trigger sind Hinweise, die uns helfen, seelische Verletzungen zu heilen und somit auch den weiblichen Selbstwert gesund werden zu lassen.

Wundere dich also nicht, wenn beim Lesen dieses Artikels dein Blut in Wallungen gerät. Es ist nur ein Zeichen, dass dich das Thema berührt – und das ist gut so.

Lausche deinen Regungen und bewerte sie nicht. Atme tief ein und aus. Gib deinen Gefühlen Raum und Zeit, da zu sein. Dann flauen sie wieder ab.

Denn: Nur wenn wir den Tatsachen ins Auge blicken, können uns nur von den Fesseln der Vergangenheit lösen. Kehren wir die Probleme aber unter den Teppich, werden sie nur größer. – früher oder später stolpern wir gewiss über den modrigen Haufen.

5 essenzielle Tipps, die deinen weiblichen Selbstwert stärken.

Betrachte deinen Körper als Freundin. Führe einen Dialog mit ihm. Was braucht er, um sich wohl zu fühlen?  Gehe tief und lasse dich nicht vom Ego austricksen ;).

Sei geduldig mit dir und gib dir Zeit: Bei allem.  Sei so geduldig mit dir, wie du es mit der besten Freundin wärst.

 Nimm dir regelmäßig Zeit für dich. Auch dann, wenn es nur kleine Zeitfenster sind. Nutze diese Zeit weise, um Dinge zu tun, die dir wirklich guttun.

 Wofür trägst du wirklich, wirklich die Verantwortung? Lass dich auf diese Frage ein, denn Frauen neigen dazu, Verantwortung für Dinge zu übernehmen, die ihnen nicht gehört.

Achte deine Grenzen! Dazu gehört auch das NEIN sagen. Vielen Frauen fällt das schwer, weil sich im Unterbewusstsein Glaubenssätze verstecken, die das Nein sagen verhindern.

Weiblicher Selbstwert: Es braucht ihn, um Grenzen zu setzen!

Dabei zählt jeder noch so kleine Schritt. Für Frauen ist es oft herausfordernd, ihre Grenzen zu wahren – und das hat viel mit unserer Geschichte zu tun.

Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, es zu lernen. Schon das Erkennen einer Grenze ist ein Erfolg und stärkt den Selbstwert.

Ein einfaches Beispiel: Stell dir vor, du bist berufstätige Mutter und musst ständig Überstunden machen. Ohne klare Grenze wirst du deine eigenen Bedürfnisse übergehen, was auf Dauer zu Erschöpfung führt. Doch wenn du „Nein“ sagst, schützt du deine Energie. Hab Mut zum Nein sagen: Nur nett sein, ist auch nicht (immer) die Lösung.

Übergehen wir unsere Grenzen zu stark und zu oft, kann das zum Burnout führen. Tun wir es zu selten, können wir im Boreout landen.

Wenn du 

  • genug hast von mangelnder Wertschätzung, Überforderung und Überforderung,
  • Lust auf mehr hast: mehr Selbstwert, mehr Klarheit, mehr Erfolg und
  • Lust auf ein DeepDive in deine weibliche Kraft hast, dann …

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